Gottfriedl Lyrik Thread

  • An Alfred

    Gottfriedl reimt wie gegossen auf Pergamentseiten
    Doch wird mit Schrott bekriegt - beschossen mit Ungereimtheiten
    Was für stummes Mic - peinlich, selbst die lauteste Feder
    Hört nur ein an großen Wahnvorstellungen Leidender,
    Ein nach, selbst nach Vorwarnung, durch Prellungen Weinender,
    Aufn Boden kommen - wie 'n Freier vor ner Frau in Leder
    Keine Chiasamen doch bist die Omega-Position
    Baller zurück wie Schießscharten - konstant hohes Niveau
    Noch zu vorhin, bist dasselbe, nur die Homo-Version
    Deswegen unterwirfst du dich wie Dominosteine
    Lieber ohne von ner Domina geführten Peitsche
    Sondern zahlst an der Leine nem Mann 'für lila Scheine
  • Neu

    Währ'nd die Panzerknacker nur Karten spieln können wie Canasta
    Im Knast, macht Lastkraftwagenfahrer I zum K zwar Goldtaler klar
    Doch bist überholt, nur Luft im Rückspiegel - Fata Morgana
    - Zurückgeblieben - wie Knopfs milchholender Vater Mo aus Gana
    Und über sein' Zenit wie Ronaldo im Araberkader
    Sieht er aus wie 'n Talahon der zusticht Richtung Halsschlagader
    Und Alfred im Blut liegen lässt, wie der Adler der Albaner
    Stach zu mit Katana - machte ihn fleischlos wie ne Salatbar
    Und zurück blieb vom König nur ne Krone und Knochengestell
    - Hast Alfred im Stich gelassen wie 's Logo von Faber-Castell
    Geschah so in nem Mittelalter-Kastell zum Bauernaufstand
    Originell, kein Paulaner, groß war der Rechercheaufwand

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  • Neu

    Papst geführte Kriege verprechen ersehntes Seelenheil
    Von allen Sünden befreit und teil der Eliteeinheit
    Ein betendes Heer - und so braut sich ein Gewitter zusamm'
    Im Nam' des Herrn - zwischen Glaube und Licht als Ritter gefang'
    Durchs Mittelmeer, unter der Krone von Engländer Löwenherz
    Den Thron länger verlassen ist eines jeden Königs Schmerz
    Sich versöhnen bis März, mit den Franzosen das Königreich
    Zwei ganz große, für die eine Möglichkeit, vorerst vereint
    Denn schweißt zusamm' ein gemeinsamer Feind, krass zerstritten einst
    Warn sich einig: Jerusalem muss christliche Herrschaft sein
    Aufbruch Vézelai, Muslime der Feind doch vom Sturm geteilt
    Der Kreuzzug dennoch solide und der Rest erregte bei
    Dem Kaiser von Zypern, im Bündnis mit den Byzantinern,
    Große Aufmerksamkeit, beschlagnahmte zwar Richards Flotte,
    Doch fiel nach tausend Jahren, weit vorm Ende der Epoche
    Sein Reich; dessen Insel wird nun im Kampf gegen Saladin,
    Sultan und geachteter Gegner seit der Schlacht von Hattin,
    Als Machtbasis genutzt; von Arsuf, Jaffa bis nach Akkon
    Kostete die ultra lange Belagerung den Baron'
    Viel Geduld und vier Goldmünzen ausgezahlten Monatslohn
    Denn die Garnison' hielt den Armbrustschützen, Infanterie
    Samt Kavellerie von Guido, mit dem Neffen Saladins
    Namens Takki Addin, Lusignan mutig stand; machbar schien
    Die Mission dank dem Gründer der Ayyubiden-Dynastie
    Naiv durch den Triumph warn sie siegessicher wie noch nie
    Doch so waren es nicht Champagne, Philipp oder Morphorad,
    Sondern mit dem Schiff angekommenar Richard nach nem Jahr
    Erfolgloser Belagerung von Akkon der Kreuzfahrar
    Die Mauer fiel, pures Massaka und Krieger in Särgen
    Muslime, Christen, für Gott und Allah, bereit zu sterben
    Blutertränkt, allesamt zu Satan verirrte Geschöpfe
    Kniend wartend, einer nach dem andern, rollende Köpfe

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